Die
Stadt Märkisch Friedland
Märkisch Friedland, Neu Friedland, Nova Vredelandt,
Polnisch Friedland, Miroslaviec.
Gegründet 1303 von den Brandenburger Markgrafen Otto mit dem Pfeil,
Konrad, Johann, und Waldemar gleichzeitig mit Deutsch Krone (Arneskrone)
und Kallies und den Grafen von Wedel gegeben.
2. Stadtprivileg von 1314 von den Grafen von Wedel. Stadtgrenze fast
wie heute vom Prielangfließ zwischen Hoffstädt und Hansfelde zum
Nordende des Gr. Böthinsees, zum Nierodenersee, nach Henkendorf, Zadow,
von der Einmündung des Faulen Fließes in das Körtnitzfließ, über
Alt Körtnitz am Körtnitzfließ, am Alten Markgrafenweg wieder zum
Punkt am Pielangfrieß:
Das Stadtwappen zeigt 2 Ziegenböcke; diese stammen aus dem Wappen der
Blankenburger und 2 Malteser-Kreuze, diese stammen von den Johannitern,
den Nachfolgern der verbotenen Tempelritter.
Die ganze Gegend zwischen Küddow und Drage- Plötzenfließ hat der
damalige Markgraf Otto der Faule, ein Bayer, 1386 an Polen, Kasimir den
Großen verkauft. Von 1410 bis 1466 setzten sich nochmal die Deutschen
Ordensritter hier fest mit der Unterstützung der Friedländer Wedels,
Petznik und Prochnow waren ausgenommen, diese Dörfer blieben bei der
Neumark.
Die Familie von Wedel, eine der größten in Pommern und der Neumark,
besaß ca. ¼ von Hinterpommern. Schlösser und Herrensitze in
Altenwedel Kreis Saatzig (Stargard), Schivelbein, Neuwedell Kreis
Arnswalde, Falkenburg Kreis Dramburg, Märkisch Friedland und Tütz im
Kreis Deutsch Krone.
In den 3 schlesischen Kriegen von 1741 bis 1763 sind über 30 Wedels
gefallen. Damals saßen in Märkisch Friedland schon die Blankenburger.
Der erste Blankenburg erscheint 1573 durch Heirat mit Elisabeth von
Wedel. Der letzte Blankenburg starb unverheiratet 1836 und liegt auf
dem Pfingstberg begraben. Somit haben 2 Adelsfamilien die Geschicke
unserer Stadt über 500 Jahre geprägt. Dazwischen lagen Schicksale wie
bei jeder Stadt, große Brände, der 30 jährige Krieg, Schweden und
Kaiserliche, der nordische Krieg und auch sicherlich Pest und andere
Seuchen.
Aber einmalig in den ganzen Jahrhunderten ist 1945 - 1946 Flucht und
Vertreibung. Jetzt können wir wieder Hoffnung schöpfen, wenn Polen in
der EU ist, gibt es auch hier keine Grenzen mehr.
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